Flachgaube

Auch: Flachdachgaube

Die Flachgaube ist eine Bauform der Dachgaube mit flachem, meist nur leicht geneigtem Dach. Sie schafft im Vergleich zu geneigten Gaubenformen mehr Stehhöhe und Kopffreiheit im Dachgeschoss und wird häufig bei modernen Sanierungen und Neubauten eingesetzt.

Ausführliche Erklärung

Anders als Sattel- oder Schleppgauben, deren eigenes Dach der Neigung des Hauptdaches folgt oder ein eigenes Satteldach besitzt, wird die Flachgaube mit einem flachen Dach (in der Regel 0–15 Grad Neigung) ausgeführt, das mit Bitumenbahnen, Kunststoffabdichtung oder Metall eingedeckt wird. Vorteile der Flachgaube sind:

  • Mehr nutzbare Fläche und Stehhöhe unter dem Gaubendach, da keine zusätzliche Dachschräge entsteht.
  • Klare, moderne Architektur, die sich gut mit großzügiger Verglasung kombinieren lässt.
  • Vergleichsweise einfache Konstruktion gegenüber aufwendigeren Formen wie der Fledermausgaube.

Nachteile sind eine höhere Anfälligkeit für Wärmebrücken und Abdichtungsprobleme an den Übergängen zum Hauptdach, weshalb eine fachgerechte Anschlussausführung und Dämmung besonders wichtig sind. Bei der Genehmigungsplanung ist die Flachgaube – wie andere Gaubenarten auch – hinsichtlich Größe, Abstand zur Traufe und Gestaltung an die jeweilige Landesbauordnung und örtliche Bebauungsvorschriften gebunden.

Beispiel aus der Praxis

Bei der Sanierung eines Altbaus lässt die Eigentümerin statt der ursprünglich geplanten Schleppgaube eine Flachgaube einbauen, um im ausgebauten Dachgeschoss durchgängige Stehhöhe für ein zusätzliches Arbeitszimmer zu erhalten.

Rechtsgrundlage

Keine eigenständige bundesweite Rechtsgrundlage; Zulässigkeit, Maße und Gestaltung richten sich nach der jeweiligen Landesbauordnung, dem Bebauungsplan sowie ggf. örtlichen Gestaltungssatzungen.

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