Panoramafenster

Auch: Panoramaverglasung · Großflächenfenster

Ein Panoramafenster ist eine besonders große, oft raumhohe Fensterfläche, die einen möglichst ungehinderten, weiten Ausblick ermöglicht. Es wird meist mit schmalen Rahmenprofilen ausgeführt, um die Glasfläche zu maximieren.

Ausführliche Erklärung

Panoramafenster werden häufig als Festverglasung oder in Kombination mit Hebe-Schiebe-Türen ausgeführt, teils auch als Eckverglasung ohne sichtbaren Eckpfosten, um einen möglichst durchgängigen Ausblick zu erzielen. Schmale Rahmenprofile maximieren dabei den Glasanteil.

Bauphysikalisch stellt ein hoher Glasanteil besondere Anforderungen: Zum einen verlangt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) einen ausreichenden U-Wert der Verglasung, meist durch Dreifachverglasung erreicht. Zum anderen ist wegen der Überhitzungsgefahr im Sommer der sommerliche Wärmeschutz nach DIN 4108-2 zu beachten, weshalb bei großen Glasflächen in der Regel ein außenliegender Sonnenschutz erforderlich ist. Bei großen Spannweiten müssen zudem statische Anforderungen an Sturz- und Rahmenkonstruktion beachtet werden.

Für Makler ist das Panoramafenster ein starkes Verkaufsargument, besonders bei Lagen mit attraktiver Aussicht. Gleichzeitig sollten Käufer auf mögliche höhere Heiz- und Kühlkosten sowie auf notwendige Verschattungslösungen hingewiesen werden, um spätere Enttäuschungen zu vermeiden.

Beispiel aus der Praxis

Ein modernes Einfamilienhaus in Hanglage verfügt über ein raumhohes Panoramafenster im Wohnzimmer mit freiem Blick ins Tal. Der Makler weist im Exposé zusätzlich auf den außenliegenden Sonnenschutz hin, der die sommerliche Überhitzung verhindert.

Rechtsgrundlage

  • GEG (Gebäudeenergiegesetz) – Anforderungen an den U-Wert großflächiger Verglasungen.
  • DIN 4108-2 – Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes bei hohem Glasanteil.

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