Panoramafotografie
Auch: 360-Grad-Fotografie · Rundumfotografie
Panoramafotografie bezeichnet die Aufnahme eines Raums oder Außenbereichs als durchgängiges 360-Grad-Bild, meist mit Spezialkameras oder mehreren zusammengesetzten Einzelaufnahmen. Sie bildet die technische Grundlage virtueller Touren.
Ausführliche Erklärung
Bei der Panoramafotografie wird ein Standort mit einer 360-Grad-Kamera oder durch das Zusammensetzen mehrerer Einzelaufnahmen (Stitching) so erfasst, dass Betrachter am Bildschirm die Blickrichtung frei wählen können – ähnlich einem Rundumblick vor Ort. Für Immobilienexposés werden dazu typischerweise mehrere Standpunkte innerhalb einer Wohnung oder eines Hauses aufgenommen und die einzelnen Panoramen anschließend zu einer navigierbaren virtuellen Tour verknüpft.
Im Unterschied zu klassischen Einzelfotos vermittelt Panoramafotografie einen deutlich realistischeren Raumeindruck, da Proportionen, Raumzusammenhänge und Lichtverhältnisse besser erfassbar sind. Sie eignet sich besonders für hochwertige Objekte, bei denen ein aufwendigeres Marketing den zusätzlichen Aufwand rechtfertigt, sowie für Interessenten, die eine erste Besichtigung digital vornehmen möchten.
Bei der Erstellung ist auf saubere Belichtung, das Vermeiden erkennbarer Personen sowie – bei bewohnten Objekten – auf das Einverständnis der Bewohner zu achten. Die fertigen Panoramen werden häufig in ein digitales Exposé eingebunden oder als Grundlage für Bildbearbeitung und Homestaging-Simulationen genutzt.
Beispiel aus der Praxis
Ein Fotograf nimmt jeden Raum eines zu verkaufenden Einfamilienhauses mit einer 360-Grad-Kamera von einem zentralen Standpunkt aus auf. Die einzelnen Panoramen werden anschließend zu einer virtuellen Tour verbunden, die im Online-Exposé eingebettet wird.
Rechtsgrundlage
Keine spezielle Rechtsgrundlage; allgemeine Grenzen ergeben sich aus dem Datenschutzrecht und dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht bei der Aufnahme von Personen oder fremdem Eigentum.