Durchlauferhitzer

Auch: Elektro-Durchlauferhitzer · Warmwasserdurchlauferhitzer

Ein Durchlauferhitzer erwärmt Wasser erst im Moment der Entnahme, ohne einen Vorrat an warmem Wasser zu speichern. Dadurch entstehen keine Bereitschaftsverluste durch Speicherwärme, jedoch ist die maximale Warmwassermenge durch die Heizleistung des Geräts begrenzt.

Ausführliche Erklärung

Für den Makler ist der Durchlauferhitzer vor allem bei kleineren Wohneinheiten, Einliegerwohnungen und Gäste-WCs relevant, wo eine zentrale Warmwasserversorgung unwirtschaftlich wäre:

  • Bauarten: Elektronisch geregelte Elektro-Durchlauferhitzer (heute Standard, mit Leistungen von etwa 18 bis 27 kW für Vollversorgung), hydraulische (druckgesteuerte) Modelle für Einzelentnahmestellen, sowie seltener gasbetriebene Durchlauferhitzer (Gastherme im Durchlaufprinzip).
  • Leistungsbedarf und Elektroinstallation: Große Elektro-Durchlauferhitzer für die zentrale Warmwasserversorgung einer Wohnung benötigen wegen der hohen Momentanleistung meist einen Drehstromanschluss und eine entsprechend dimensionierte Absicherung – ein Punkt, der bei nachträglichem Einbau in Altbauten zu prüfen ist.
  • Vorteile: Kein Speicherverlust, kein Legionellenrisiko durch Wasserstagnation (da kein Vorrat gehalten wird), platzsparend, ideal für Einzelversorgung entfernter Zapfstellen.
  • Nachteile: Begrenzte Warmwassermenge pro Zeiteinheit (Durchflussmenge sinkt bei niedrigerer Zulauftemperatur im Winter), höherer Stromanschlusswert nötig, für gleichzeitige Nutzung mehrerer Zapfstellen (z. B. Dusche und Küche) meist ungeeignet.
  • Praxisrelevanz: Bei der Objektbesichtigung sollte der Makler klären, ob der Durchlauferhitzer die Wohnung zentral versorgt (dann relevant für Warmwasserkomfort und Nebenkosten) oder nur einzelne Zapfstellen (z. B. Gäste-WC) bedient. Bei Vermietung ist zudem zu klären, ob der Stromverbrauch des Durchlauferhitzers separat erfasst wird oder in der Warmwasserabrechnung enthalten ist.

Beispiel aus der Praxis

Eine Einliegerwohnung im Keller eines Einfamilienhauses wird über einen zentralen Elektro-Durchlauferhitzer mit Warmwasser versorgt. Beim Vermietungsexposé weist der Makler darauf hin, dass der Stromverbrauch des Durchlauferhitzers über den separaten Wohnungszähler erfasst wird und somit vom Mieter direkt getragen wird.

Rechtsgrundlage

  • VDE 0100-701 – Errichtungsbestimmungen für elektrische Anlagen in Bädern und Feuchträumen, relevant für die sichere Installation von Durchlauferhitzern.
  • TrinkwV (Trinkwasserverordnung) – regelt allgemeine Hygieneanforderungen an die Warmwasserbereitung, wobei Durchlauferhitzer aufgrund fehlender Speicherung ein geringeres Legionellenrisiko aufweisen.

Verwandte Begriffe