Fußwalmdach

Das Fußwalmdach ist eine Sonderform des Walmdachs, bei der nur der untere Teil des Giebeldreiecks abgewalmt (also schräg abgeschnitten) ist, während der obere Teil des Giebels als senkrechte Dreiecksfläche bis zum First erhalten bleibt.

Ausführliche Erklärung

Für die fachlich korrekte Objektbeschreibung sollten Makler die Dachform präzise abgrenzen können:

  • Abgrenzung zum Krüppelwalmdach: Beim Krüppelwalmdach ist umgekehrt nur der obere Bereich des Giebels (nahe dem First) abgewalmt, während der untere Giebelbereich als senkrechte Wand stehen bleibt. Das Fußwalmdach ist somit gewissermaßen die Umkehrung: Walm unten, Giebel oben.
  • Optische Wirkung: Die Bauform verbindet die Vorteile eines geschützten Giebelfußes (weniger Witterungseinfluss, geschützte Fassade im unteren Bereich) mit einer belichteten, oft für Fenster genutzten oberen Giebelfläche.
  • Vorkommen: Eher selten und meist bei traditionellen ländlichen Gebäuden oder besonderen architektonischen Entwürfen anzutreffen; entsprechend kann eine solche Dachform auch ein Alleinstellungsmerkmal in der Vermarktung sein.
  • Praxisrelevanz: Da die Dachform die Nutzbarkeit des Dachgeschosses (Kniestockhöhe, Fensterflächen im Giebel) beeinflusst, sollte sie bei der Beschreibung von Ausbaupotenzial korrekt benannt werden.

Beispiel aus der Praxis

Ein Bauernhaus aus dem 19. Jahrhundert besitzt ein Fußwalmdach: Im unteren Giebelbereich ist das Dach abgewalmt, während im oberen Giebeldreieck ein kleines Fenster zur Belichtung des Spitzbodens eingelassen ist.

Rechtsgrundlage

Keine spezielle Rechtsgrundlage.

Verwandte Begriffe