Leichtbeton

Auch: Porenbeton

Leichtbeton ist ein Beton, dessen Rohdichte durch den Einsatz poriger, leichter Gesteinskörnungen (z. B. Blähton, Bims oder Luftporen) deutlich unter der von Normalbeton liegt. Er wird sowohl als Konstruktionsbeton für tragende Bauteile als auch als Baustoff für Mauersteine (z. B. Porenbetonsteine) eingesetzt.

Ausführliche Erklärung

Für Makler ist Leichtbeton vor allem in zwei Ausprägungen relevant: als monolithischer Baustoff für Wandbausteine (Porenbeton, bekannt unter Markennamen wie Ytong) und als konstruktiver Leichtbeton für tragende Bauteile mit reduziertem Gewicht. Die klassifizierende Größe ist die Rohdichte: Nach DIN EN 206 gilt Beton mit einer Rohdichte zwischen 800 und 2000 kg/m³ als Leichtbeton, während Normalbeton bei rund 2000 bis 2600 kg/m³ liegt.

Porenbeton, die im Wohnungsbau am häufigsten anzutreffende Form, besteht aus Sand, Zement, Wasser und feinverteilten Luftporen (durch Aluminiumpulver als Treibmittel erzeugt) und wird dampfgehärtet. Er zeichnet sich durch geringes Gewicht, gute Wärmedämmeigenschaften (Wärmeleitfähigkeit deutlich unter der von Normalbeton oder Ziegel) und einfache Verarbeitbarkeit (sägbar, leicht zu bohren) aus. Nachteile sind eine geringere Druckfestigkeit im Vergleich zu Normalbeton sowie eine höhere Feuchtigkeitsaufnahme, die einen konsequenten Feuchtigkeitsschutz erfordert.

Für die Maklerpraxis relevant: Gebäude mit Leichtbeton-Mauerwerk erreichen häufig gute energetische Kennwerte bei vergleichsweise dünnen Wandstärken, was sich positiv auf den Energieausweis und die Wohnfläche (weniger Wandstärke = mehr Nutzfläche) auswirkt. Bei der Bauzustandsbeschreibung sollte auf mögliche Rissbildung durch die geringere Zugfestigkeit sowie auf fachgerechte Verarbeitung der Fugen hingewiesen werden.

Beispiel aus der Praxis

Ein Einfamilienhaus wurde mit tragenden Außenwänden aus Porenbeton-Planblocksteinen errichtet. Der Makler erklärt Interessenten, dass die Wände trotz vergleichsweise geringer Stärke einen guten Wärmedämmwert erreichen, was zur Einstufung in eine günstige Energieeffizienzklasse beigetragen hat.

Rechtsgrundlage

  • DIN EN 206 – Regelt Zusammensetzung, Eigenschaften und Konformität von Beton, einschließlich Leichtbeton.
  • DIN EN 12620 – Anforderungen an Gesteinskörnungen für Beton; hat die frühere DIN 4226 für diesen Bereich seit 2004 abgelöst.
  • DIN 4165 – Normung für Porenbetonsteine als Mauerwerksbaustoff.

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