Duplikatserkennung

Auch: Dublettenerkennung · Dubletten-Check

Die Duplikatserkennung (auch Dublettenerkennung genannt) ist eine automatisierte Funktion in Makler-CRM-Systemen, die erkennt, wenn ein Kunde oder ein Objekt versehentlich mehrfach im System angelegt wurde, und dem Nutzer eine Zusammenführung der doppelten Datensätze vorschlägt.

Ausführliche Erklärung

Dubletten entstehen im Maklerbüro-Alltag häufig: Ein Interessent meldet sich über mehrere Kanäle (Telefon, Portal-Anfrage, Website-Formular) mit leicht abweichender Schreibweise seines Namens oder unterschiedlicher E-Mail-Adresse – ohne Duplikatserkennung legt das System jedes Mal einen neuen Datensatz an. Über die Zeit summiert sich das zu einer unübersichtlichen, fehleranfälligen Datenbank.

Technisch arbeitet die Duplikatserkennung meist mit Fuzzy-Matching-Algorithmen: Sie vergleicht nicht nur exakte Übereinstimmungen (gleiche E-Mail-Adresse), sondern erkennt auch ähnliche Schreibweisen (z. B. "Müller" vs. "Mueller"), identische Telefonnummern trotz unterschiedlicher Formatierung oder übereinstimmende Adressdaten bei leicht abweichendem Namen.

Praxisrelevanz für Makler:

  • Vertriebseffizienz: Ohne Duplikatserkennung kann es passieren, dass zwei Kollegen unwissentlich denselben Interessenten parallel betreuen – peinlich gegenüber dem Kunden und ineffizient im Team.
  • Datenqualität für Reportings: Dubletten verfälschen Auswertungen (z. B. Anzahl aktiver Leads, Conversion-Rate), da derselbe Interessent mehrfach gezählt wird.
  • Objektdubletten: Bei Portfolio-Importen oder Datenübernahmen von anderen Systemen kann dieselbe Immobilie versehentlich doppelt erfasst werden, was zu widersprüchlichen Angaben (z. B. unterschiedliche Preise) auf Portalen führen kann.
  • DSGVO-Konformität: Der Grundsatz der Datenminimierung und Richtigkeit (Art. 5 DSGVO) verlangt, personenbezogene Daten korrekt und nicht redundant zu halten – Duplikatserkennung unterstützt die Einhaltung dieses Grundsatzes.

Die meisten modernen CRM-Systeme (onOffice, FlowFact, Propstack) bieten eine automatische Dublettenprüfung beim Neuanlegen eines Datensatzes an und schlagen bei Übereinstimmungswahrscheinlichkeit eine Zusammenführung vor, statt automatisch zu löschen – die endgültige Entscheidung bleibt beim Nutzer, um Fehllöschungen zu vermeiden.

Beispiel aus der Praxis

Ein Interessent kontaktiert das Maklerbüro zunächst über ImmoScout24 und meldet sich zwei Wochen später telefonisch erneut, diesmal mit leicht anderer Schreibweise seines Nachnamens. Die Duplikatserkennung im CRM erkennt die Übereinstimmung anhand von Telefonnummer und Adresse und schlägt dem Mitarbeiter vor, beide Datensätze zusammenzuführen.

Rechtsgrundlage

Keine spezielle Rechtsgrundlage. Mittelbar unterstützt die Funktion die Einhaltung des Grundsatzes der Richtigkeit und Datenminimierung nach Art. 5 DSGVO.

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