Energieeffizienzklasse C
Auch: Effizienzklasse C
Energieeffizienzklasse C steht für einen guten energetischen Standard mit einem Endenergiebedarf von 75 bis unter 100 kWh/(m²·a). Sie ist typisch für teilsanierte Bestandsgebäude oder Neubauten aus den 2000er-Jahren.
Ausführliche Erklärung
Klasse C bildet die Mitte der Effizienzskala und markiert den Übergang zwischen "gut" und "durchschnittlich". Viele Bestandsimmobilien, die einzelne Modernisierungsmaßnahmen erhalten haben (z. B. neue Fenster, Dachdämmung, aber nicht die volle Fassadendämmung), landen in dieser Klasse.
Für Makler relevant:
- Solide Verkaufsposition: Klasse C gilt weder als Alleinstellungsmerkmal noch als Warnsignal, sollte aber im Beratungsgespräch mit dem konkreten Endenergiebedarf und den Heizkosten pro Jahr transparent gemacht werden.
- Sanierungspotenzial: Bei Objekten in Klasse C lohnt sich häufig der Hinweis auf mögliche weitere Einzelmaßnahmen (z. B. Fassadendämmung, Heizungstausch), die eine Höherstufung und damit Wertsteigerung ermöglichen – ein Ansatzpunkt für Beratungsgespräche mit Verkäufern vor Vermarktungsbeginn.
- Pflichtangabe in Immobilienanzeigen nach § 87 GEG.
- Bei Finanzierungsgesprächen der Käufer sind Objekte in Klasse C in der Regel unproblematisch bankfinanzierbar, ohne besondere energetische Auflagen.
Beispiel aus der Praxis
Ein Mehrfamilienhaus Baujahr 1998 mit nachträglich gedämmtem Dach und neuen Fenstern, aber ungedämmter Fassade, erreicht einen Endenergiebedarf von 88 kWh/(m²·a) und wird in Klasse C eingestuft.
Rechtsgrundlage
- § 86 GEG – Einteilung der Energieeffizienzklassen im Energieausweis.
- Anlage 10 GEG – Konkrete Bandbreiten (kWh/(m²·a)) je Effizienzklasse.
Verwandte Begriffe
Quelle: PropPedia – Das Immobilienlexikon · https://pedia.propshift.de/begriff/energieeffizienzklasse-c/ · Rechtsstand 07/2026 ·
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