KfW-Wohneigentum für Familien 300

Auch: KfW 300 · Wohneigentum für Familien · WEF

Das KfW-Programm 300 "Wohneigentum für Familien" fördert Familien mit Kindern beim Neubau oder Ersterwerb eines klimafreundlichen Eigenheims mit besonders zinsgünstigen Krediten. Die Förderhöhe richtet sich nach Kinderzahl und zu versteuerndem Haushaltseinkommen.

Ausführliche Erklärung

Für die Käuferberatung ist Programm 300 vor allem bei jungen Familien mit Neubauwunsch relevant, da es das günstigste Förderprodukt im Neubaubereich für diese Zielgruppe darstellt. Wesentliche Eckpunkte:

  • Zielgruppe: Haushalte mit mindestens einem minderjährigen Kind, die die Immobilie selbst nutzen.
  • Einkommensgrenze: gestaffelt nach Kinderzahl, bezogen auf das zu versteuernde Haushaltseinkommen im Durchschnitt der letzten beiden Jahre – die Grenzen steigen mit jedem weiteren Kind. Die genauen Beträge werden von der KfW festgelegt und sollten stets aktuell erfragt werden, da sie angepasst werden können.
  • Kreditbetrag: abhängig von Förderstufe (mit oder ohne QNG-Siegel) und Kinderzahl – der maximale Betrag steigt mit jedem Kind um einen festen Zusatzbetrag.
  • Fördervoraussetzung: Das Objekt muss mindestens den Standard "Klimafreundliches Wohngebäude" erfüllen (vergleichbar mit den Anforderungen der Kredite 297/298).
  • Antragsweg: über die Hausbank oder einen Finanzierungsvermittler, grundsätzlich vor Baubeginn bzw. vor Abschluss des Kaufvertrags bei Ersterwerb.

Praxishinweis für Makler: Da die Einkommensgrenzen und Fördersätze politisch gewollt regelmäßig angepasst werden, um mehr Familien den Wohneigentumserwerb zu ermöglichen, sollte der Makler bei jedem Beratungsgespräch auf die aktuellen KfW-Bedingungen verweisen, statt veraltete Zahlen zu nennen. Das Programm kann mit anderen KfW-Produkten (z. B. Kredit 297) je nach Konstellation kombinierbar sein – die Kombinationsmöglichkeiten sind den jeweils aktuellen Merkblättern zu entnehmen.

Beispiel aus der Praxis

Eine vierköpfige Familie (zwei Kinder) mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unterhalb der geltenden Grenze plant den Neubau eines Effizienzhauses. Über die Hausbank beantragt sie vor Baubeginn den KfW-Kredit 300 und erhält dadurch einen deutlich höheren Kreditbetrag zu günstigeren Konditionen, als es ohne die familienbezogene Förderung möglich wäre.

Rechtsgrundlage

Keine spezielle gesetzliche Rechtsgrundlage; das Programm basiert auf den KfW-Förderrichtlinien und -Merkblättern im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die im Auftrag des Bundesministeriums laufend angepasst werden.

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