Reihenendhaus

Auch: Endhaus

Ein Reihenendhaus ist das letzte Haus einer Reihenhauszeile. Es ist nur an einer Seite mit dem Nachbarhaus verbunden, während die gegenüberliegende Giebelseite frei steht.

Ausführliche Erklärung

Das Reihenendhaus nimmt innerhalb der Reihenhaustypen eine Zwischenstellung zwischen Reihenmittelhaus und Doppelhaushälfte ein und ist für Makler ein eigenständiges Vermarktungsmerkmal:

  • Bauliche Vorteile: Durch die freie Giebelseite erhält das Reihenendhaus zusätzliche Fensterflächen und damit mehr Tageslicht, oft auch die Möglichkeit für einen seitlichen Grundstückszugang (z. B. für Garage, Terrasse oder Gartenzufahrt), die Mittelhäusern fehlt.
  • Preisaufschlag: Wegen der besseren Belichtung, des meist etwas größeren Grundstücks und der höheren Privatsphäre erzielen Reihenendhäuser gegenüber Reihenmittelhäusern in der Regel einen Preisaufschlag von etwa 5 bis 15 %.
  • Schallschutz: Da nur eine gemeinsame Trennwand mit dem Nachbarn besteht (statt zwei bei Mittelhäusern), ist die Lärmbelastung durch Nachbarschaft geringer – ein wichtiges Verkaufsargument.
  • Abgrenzung zum Reiheneckhaus: Häufig wird der Begriff synonym zum Reiheneckhaus verwendet; präziser bezeichnet das Reiheneckhaus jedoch die Position an einer Straßenecke mit meist größerem, oft übereckliegendem Grundstück, während das Reihenendhaus lediglich das letzte Haus der Zeile ohne besondere Eckgrundstückssituation meint.

Beispiel aus der Praxis

In einer Zeile aus fünf Reihenhäusern erwirbt ein Käufer das Endhaus mit einer zusätzlichen Fensterfront zur freien Giebelseite und einem seitlichen Zugang zum Garten. Der Kaufpreis liegt rund 20.000 Euro über dem eines vergleichbaren Mittelhauses derselben Zeile.

Rechtsgrundlage

  • Landesbauordnungen – regeln Abstandsflächen zur freien Giebelseite sowie Fensterrechte zum Nachbargrundstück.
  • Keine spezielle bundeseinheitliche Rechtsgrundlage für den Gebäudetyp als solchen.

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