Tonnengaube

Auch: Rundgaube · Bogengaube

Die Tonnengaube ist eine Dachgaube, deren Dachfläche wie eine halbe liegende Tonne gewölbt ist. Sie wirkt optisch weicher und aufwendiger als eckige Gaubenformen und wird häufig bei anspruchsvollen Dachausbauten eingesetzt.

Ausführliche Erklärung

Gauben dienen dazu, den nutzbaren Wohnraum und die Kopfhöhe im ausgebauten Dachgeschoss zu vergrößern sowie zusätzliches Tageslicht zu schaffen. Die Tonnengaube ist dabei eine der aufwendigeren und kostenintensiveren Varianten, da die gebogene Dachfläche entweder mit biegsamen Materialien (Zink-, Kupfer- oder Aluminiumblech, Schiefer, spezielle Formsteine) oder mit vorgefertigten Elementen eingedeckt werden muss. Für Makler ist relevant:

  • Optischer Mehrwert: Tonnengauben gelten als architektonisch hochwertig und werden häufig bei historischen Villen, aber auch bei modernen Neubauten mit gehobenem Anspruch verwendet.
  • Raumgewinn: Wie andere Gaubenformen vergrößert sie die nutzbare Fläche und verbessert die Belichtung des Dachgeschosses.
  • Genehmigungspflicht: Der nachträgliche Einbau einer Gaube ist in der Regel baugenehmigungspflichtig und muss den Vorgaben des Bebauungsplans (z. B. zulässige Dachaufbauten, Abstandsflächen) entsprechen.
  • Kostenfaktor: Aufgrund der gebogenen Konstruktion ist die Tonnengaube in Herstellung und Unterhalt teurer als Schlepp- oder Flachgauben.

Beispiel aus der Praxis

Bei der Sanierung einer Altbauvilla wird eine denkmalgerechte Tonnengaube mit Zinkblecheindeckung nachgebaut, um dem Dachgeschoss zusätzlichen Wohnraum und dem Gebäude sein historisches Erscheinungsbild zurückzugeben.

Rechtsgrundlage

Keine spezielle Rechtsgrundlage. Der Bau bzw. Umbau einer Gaube unterliegt den Vorgaben der jeweiligen Landesbauordnung und des örtlichen Bebauungsplans (Baugenehmigungspflicht).

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