Waschtisch
Auch: Waschbeckenunterschrank · Waschtischanlage
Der Waschtisch ist die Kombination aus Waschbecken und Unterbau (Unterschrank, Konsole oder Möbelplatte), die im Bad oder Gäste-WC zur Körperpflege dient. Er ist eines der zentralen Ausstattungsmerkmale, das bei Besichtigungen unmittelbar ins Auge fällt.
Ausführliche Erklärung
Im deutschen Sprachgebrauch wird "Waschtisch" häufig für die gesamte Einheit aus Becken und Unterbau verwendet, während "Waschbecken" nur die Keramik- oder Mineralgussschale meint. Für Makler relevante Bauformen:
- Aufsatzwaschtisch: Das Becken sitzt sichtbar auf einer Platte oder einem Möbel auf – gestalterisch hochwertig, aber mit erhöhtem Reinigungsaufwand am Übergang.
- Einbauwaschtisch (Unterbau- oder Aufsatzbecken): Becken ist in eine Platte eingelassen, bündig oder unterseitig montiert.
- Waschtischkonsole ohne Unterschrank: Wandhängend, offen, wirkt leichter und wird häufig in modernen Bädern eingesetzt; erfordert aber alternativen Stauraum.
- Doppelwaschtisch: Zwei Becken nebeneinander, v. a. in Elternbädern oder Ensuite-Bädern beliebt, da er die morgendliche Nutzung durch mehrere Personen erleichtert.
Material und Ausstattung (Keramik, Mineralguss, Naturstein, Glas) sowie die Armatur (Einhebelmischer, Thermostat, wassersparende Durchflussbegrenzer) sind Qualitäts- und Wertmerkmale, die im Exposé oder bei der Besichtigung hervorgehoben werden können. Barrierefreie Bäder verwenden häufig unterfahrbare Waschtische ohne Unterschrank, damit ein Rollstuhl heranfahren kann – ein Punkt, der bei altersgerechtem Umbau (siehe auch bodengleiche Dusche) relevant ist.
Beispiel aus der Praxis
Im neu sanierten Badezimmer einer Eigentumswohnung wurde ein wandhängender Doppelwaschtisch aus Mineralguss mit Unterschrank in Nussbaum-Optik eingebaut – ein Ausstattungsdetail, das im Exposé gesondert beworben wird.
Rechtsgrundlage
Keine spezielle Rechtsgrundlage. Bei barrierefreiem Ausbau sind die Anforderungen der DIN 18040 (Barrierefreies Bauen) zu Bewegungsflächen und unterfahrbaren Waschtischen zu beachten, sofern eine entsprechende Zertifizierung oder Förderung angestrebt wird.