Ansparphase
Auch: Sparphase
Die Ansparphase ist der erste Abschnitt eines Bausparvertrags, in dem der Bausparer durch regelmäßige Sparbeiträge Guthaben aufbaut, bis das vertraglich festgelegte Mindestsparguthaben erreicht und der Vertrag zuteilungsreif ist.
Ausführliche Erklärung
Ein klassischer Bausparvertrag verläuft in zwei Phasen: der Ansparphase und der anschließenden Darlehensphase. In der Ansparphase zahlt der Bausparer regelmäßig – meist monatlich – eine vereinbarte Sparrate ein, die sich üblicherweise als Prozentsatz der Bausparsumme berechnet. Das eingezahlte Guthaben wird während dieser Zeit zu einem vergleichsweise niedrigen, dafür meist über die gesamte Laufzeit garantierten Zinssatz verzinst.
Ziel der Ansparphase ist das Erreichen des Mindestsparguthabens sowie einer ausreichenden Bewertungszahl, die neben der Sparsumme auch die Sparzeit berücksichtigt. Sind diese Voraussetzungen erfüllt und liegt der Vertrag innerhalb der von der Bausparkasse festgelegten Zuteilungsmasse, wird der Vertrag zuteilungsreif: Der Bausparer erhält sein angespartes Guthaben zusammen mit dem restlichen Bauspardarlehen und wechselt in die Darlehens- bzw. Tilgungsphase.
Die Dauer der Ansparphase hängt von der Höhe der Sparrate, dem gewählten Tarif und dem allgemeinen Zuteilungsverlauf der Bausparkasse ab und beträgt in der Praxis häufig mehrere Jahre. Bausparer können die Ansparphase durch Sondereinzahlungen verkürzen, um die Zuteilungsreife schneller zu erreichen.
Beispiel aus der Praxis
Ein Bausparer zahlt monatlich einen festen Betrag in seinen Bausparvertrag ein. Nach mehreren Jahren regelmäßiger Sparraten und einer zusätzlichen Sondereinzahlung erreicht er das erforderliche Mindestsparguthaben; die Ansparphase endet, und der Vertrag wird zuteilungsreif.
Rechtsgrundlage
- Keine eigenständige gesetzliche Regelung der Dauer; Ausgestaltung ergibt sich aus den Allgemeinen Bausparbedingungen (ABB) der Bausparkasse auf Grundlage des Bausparkassengesetzes.