Quadratmeterpreis

Auch: Preis pro Quadratmeter · m²-Preis

Der Quadratmeterpreis gibt den Kaufpreis, die Miete oder den Bodenwert bezogen auf einen Quadratmeter Fläche an. Er ist die gebräuchlichste Vergleichskennzahl, um Immobilien unterschiedlicher Größe wertmäßig gegenüberzustellen.

Ausführliche Erklärung

Beim Immobilienkauf wird der Quadratmeterpreis meist als Kaufpreis geteilt durch die Wohn- oder Nutzfläche berechnet, bei Grundstücken als Bodenpreis geteilt durch die Grundstücksfläche. Entscheidend für die Aussagekraft ist eine einheitliche und korrekte Flächengrundlage: Wohnflächen sollten nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) ermittelt werden, da unterschiedliche Berechnungsmethoden (z. B. Einbeziehung von Balkonen, Dachschrägen oder Kellerräumen) den ausgewiesenen Quadratmeterpreis erheblich verzerren können.

In der Marktanalyse dient der Quadratmeterpreis als zentrale Vergleichsgröße, etwa in Preisspiegeln, Mietspiegeln oder in der Kaufpreissammlung der Gutachterausschüsse. Er ist jedoch nur bedingt aussagekräftig, wenn Lage, Ausstattung, Baujahr, energetischer Zustand oder Grundstücksgröße stark abweichen – deshalb wird er bei der professionellen Wertermittlung meist nur als grobe Plausibilitätskennzahl neben Vergleichswert-, Ertragswert- oder Sachwertverfahren herangezogen. Für unbebaute Grundstücke veröffentlichen die Gutachterausschüsse regelmäßig durchschnittliche Bodenrichtwerte je Quadratmeter, die als Orientierung für die Grundstücksbewertung dienen.

Beispiel aus der Praxis

Eine Eigentumswohnung mit 80 m² Wohnfläche wird für 400.000 Euro angeboten; der Quadratmeterpreis beträgt somit 5.000 Euro. Ein Makler vergleicht diesen Wert mit dem lokalen Preisspiegel für vergleichbare Wohnungen, um die Marktgerechtigkeit des Angebotspreises einzuschätzen.

Rechtsgrundlage

Keine eigenständige gesetzliche Regelung. Für die zugrunde liegende Flächenermittlung ist bei Wohnraum regelmäßig die Wohnflächenverordnung (WoFlV) maßgeblich.

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